Es gibt Zeiten, in denen sich die Fragen verschieben, Vertrautes wankt und im Gewohnten eine Unruhe aufbricht. Worauf ruht mein Leben? Wonach sehne ich mich wirklich? Wie will ich leben? Dahinter steckt der Wunsch, aus einer Mitte zu leben, die trägt, und Gleichgesinnte zu finden, mit denen ich teilen kann, was mich bewegt. Diese Mitte ist längst da, sagen viele, die den Weg gegangen sind, und es gilt, ihr wieder Raum zu geben. In diesem Jahr machen wir uns auf als Weggemeinschaft, die sich austauscht, schweigt und miteinander pilgert.
Teil 4:
Am Grund angekommen, drängt es schon wieder nach außen. Teresa von Ávila spricht von der innersten Kammer der Seele als der Mitte, aus der sie lebt, einer Verbundenheit mit Gott, die auch im Verborgenen trägt und die Gewissheit schenkt, gehalten und verbunden zu sein. Wer sich so gehalten weiß, ist frei von der Suche nach Bestätigung und will nur noch erzählen und fruchtbar werden. Wer selbst unterbrochen wurde, wird zur Unterbrechung für andere. So sendet der Auferstandene seine Freunde, und sein Geist treibt sie zu Pfingsten aus dem Haus hinaus in die Welt.
Weitere Kurstermine:
Kurs-Nr. 27-143 (Teil 1, 17.-19.09.2027),
Kurs-Nr. 27-144 (Teil 2, 19.-21.11.2027),
Kurs-Nr. 27-145 (Teil 3, 04.-06.02.2028)