Ich habe während meiner Dienstzeit die Ausbildung zum Geistlichen Begleiter absolviert. Aus meiner Erfahrung als Gemeindepfarrer und auch als Dekan ist es mit wichtig, angehende Pfarrer*innen abseits von Prüfungs- und Beurteilungsvorgängen im Bereich "Geistliches Leben" zu begleiten. Eine fundierte theologische Ausbildung ist wichtig, allerlei sonstige Kompetenzen sind wichtig, doch wenn wir als Geistliche antreten, braucht es vor allem einen persönlichen, erlebten, erfahrenen und reflektierten Glauben.
Ich bin nicht der, der weiß, wie's geht. Ich möchte begleiten, möchte offen sein für den Austausch über Höhen und auch Tiefen im Glaubensleben, möchte Mut machen für das Wagnis "Glauben".
Die Feier des Gottesdienstes, Stille und Meditation als Bestandteil des Tagesablaufs oder auch in der Form von Exerzitien, die Auseinandersetzung mit biblischen Texten, die (Kirchen)musik.
Letzter Anstoß zum Studium durch die Kirchenmusik und das Mitsingen in großen Chören, den "5. Evangelisten" J.S.Bach und H. Schütz. Studium in Erlangen und Tübingen, besondere Prägung im AT durch Hartmut Gese, im NT durch Chrstian Dietzfelbinger, in der Systematik durch Jürgen Moltmann. Schwerpunkt im Dienst die Verkündigung und die Gestaltung von Gottesdiensten, zunehmend inspiriert auch durch das Kennenlernen und Mitfeiern katholischer Gottesdienste sowie der Gebete von Taizé.
Ausbildungskurs "Geistliche Begleitung" im Dekanat Kempten 2007/08
Beleitende Teilnahme an einem weiteren Kurs im Dekanat Kempten unter der Leitung von Klemens Schaupp 2019/20.