Ein Mann mit lockigen braunen Haaren, Brille und Bart lächelt draußen im warmen Sonnenlicht, er trägt einen Pullover über einem karierten Hemd.

Claudio Boning

Prien am Chiemsee
Pfarrer
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Warum stelle ich mich für das Geistliche Mentorat zur Verfügung?

Ich stelle mich für ein geistliches Mentorat zur Verfügung, weil es eng mit meiner eigenen Biografie verbunden ist. In meinem Leben habe ich die Erfahrung gemacht, von Gott begleitet zu sein – besonders in Momenten der Suche und des Übergangs. Diese Erfahrung möchte ich gern mit anderen teilen und sie auf ihrem eigenen Weg ermutigen.

Prägend war für mich auch die Spiritualität von Taizé, die mir eine tiefe Verbundenheit mit Gott und den Menschen eröffnet hat. Aus dieser Quelle schöpfe ich Inspiration und Kraft, um andere in ihrem geistlichen Leben zu begleiten.

Mit welcher Haltung gehe ich in die Gespräche?

In die Gespräche gehe ich mit einer Haltung der Offenheit und des Zuhörens. Mir ist wichtig, den anderen Menschen mit Respekt und Achtsamkeit zu begegnen, ohne vorschnell zu urteilen oder fertige Antworten bereitzuhalten. Ich möchte Raum schaffen, in dem Vertrauen wachsen kann und in dem Fragen, Zweifel und Erfahrungen ehrlich ausgesprochen werden dürfen. Dabei sehe ich mich eher als Begleiter auf Augenhöhe denn als „Ratgeber von oben“.

Welche Erfahrungsräume sind für meine Frömmigkeit bzw. meine Spiritualität von Bedeutung?

Für meine Frömmigkeit und meine Spiritualität sind vor allem drei Erfahrungsräume prägend:

die Gemeinschaft und Spiritualität von Taizé, die mir eine tiefe Verbindung von Gebet, Stille und Gesang eröffnet,

die Praxis der Meditation, in der ich zur Ruhe komme und mich neu auf Gottes Gegenwart ausrichte,

und schließlich die Seelsorge, die ich im Rahmen meiner Arbeit ausübe. Gerade in den Begegnungen mit Menschen im Gespräch erlebe ich oft, wie sich Gottes Nähe zeigt und meinen eigenen Glauben vertieft.

Aspekte meines theologischen Profils

„Religionen haben ihre Ästhetik. Sie sind nicht Ansammlungen schlüssig begründeter Normen, Wertvorstellungen, Grundsätze und Lehren, sondern sprechen in Mythen und damit in Bildern, kaum in abstrakten Begriffen, binden ihre Anhänger weniger durch die Logik ihrer Argumente als durch die Ausstrahlung ihrer Träger, die Poesie ihrer Texte, die Anziehung ihrer Klänge, Formen, Rituale, ja ihrer Räume, Farben, Gerüche.“ (Navid Kermani, Gott ist schön)

Dieser Gedanke beschreibt sehr gut meinen eigenen Zugang zur Theologie. Ich habe mein gesamtes Studium in Brasilien absolviert und wurde dort stark von der Befreiungstheologie geprägt. Zugleich verbindet mich eine tiefe Liebe zu den biblischen Texten und zur liturgischen Gestaltung des Glaubens. Schließlich hat mich eine langjährige Auseinandersetzung mit mystischen Texten geprägt, die meinen theologischen und spirituellen Zugang noch einmal vertieft hat.

Zusätzliche Aus-/Fortbildungen

Ausbildung in Klinischer Seelsorge

Ausbildung in Notfallseelsorge

Ausbildung als Anleiter in christlicher Meditation

Schwerpunkte: Christliche Meditation in der Stille (Bibelwort, Ikone etc.), Atemübungen, Herzensgebet, Vorträge

Für wen: Kirchengemeinden, Dekanatsbezirke, Evangelische Bildungswerke, Schulen, Erwachsene, Jugendliche, Kinder
Spiritueller Hintergrund:

Sehr geprägt hat mich die Befreiungstheologie in Brasilien, die ich in meiner Studien- und Praxiszeit dort intensiv kennenlernen durfte. Ebenso hat mich ein einjähriger Aufenthalt in Taizé nachhaltig beeinflusst – besonders die geistliche Praxis, der Rhythmus von Gebet und Stille sowie die einfache und zugleich tiefgründige Form des gemeinsamen Lebens dort.

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Das Bild zeigt das Wort hier in einer lässigen, orangefarbenen Schriftart auf weißem Hintergrund.